Zwei Sprachen, ein Geschäft: Wie die Cina Brothers im ganzen Wallis zuhause sind

Sprache ist nicht gleich Sprache
Hier kommt der Punkt, den viele unterschätzen. Eine Fremdsprache im Alltag zu sprechen ist eine Sache. Sie im Geschäft zu beherrschen ist eine ganz andere. Im Immobiliengeschäft müssen die Fachbegriffe sitzen, damit keine Missverständnisse entstehen und die Professionalität gewahrt bleibt.
Diese zweite Sprache der Fachbegriffe lernt man nicht in einem Kurs. Sie braucht Jahre, ständigen Kontakt und die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen. Und sie braucht Mut. Den Mut, eine wichtige Verhandlung in einer Sprache zu führen, die nicht die eigene Muttersprache ist, und dabei souverän zu bleiben, auch wenn einem ab und zu ein Wort fehlt. Dieser Mut wächst mit jedem Geschäft. Je länger wir dabei sind, desto selbstverständlicher ist es geworden.
Vom persönlichen Können zum Fundament der Firma
Zu Beginn unserer Immobilientätigkeit bei der VAL Group AG waren wir im Oberwallis tätig. Aufgrund der Expansion der Firma ins Unterwallis lag es auf der Hand, dass wir in Sion die Standortleitung übernahmen. Das war die direkte Folge unserer Zweisprachigkeit. Ohne sie wäre es schwieriger gewesen, die Immobilientätigkeit in den französischsprachigen Teil des Wallis auszuweiten. Wer in beiden Kantonsteilen Geschäfte machen will, muss in beiden Sprachen wirklich sattelfest sein, nicht nur höflich grüssen können, sondern jede Nuance einer Verhandlung verstehen. Genau das hat uns die Tür ins Unterwallis geöffnet.
Zwei Sprachen, zwei Mentalitäten
Schon Wilhelm von Humboldt wusste: "Die Verschiedenheit der Sprachen ist nicht eine Verschiedenheit an Schällen und Zeichen, sondern eine Verschiedenheit der Weltansichten." Genau das erleben wir täglich. Wer zwei Sprachen spricht, lernt zwangsläufig auch zwei Denkweisen kennen. Das macht uns nicht nur breiter aufgestellt, sondern oft auch zu Vermittlern zwischen zwei Welten, die sich im selben Kanton erstaunlich fremd sein können. Der eine Kantonsteil ist tendenziell geselliger und beziehungsorientierter, der andere disziplinierter und direkter. Aber wer beide versteht, kann zwischen ihnen übersetzen, und zwar nicht nur die Wörter, sondern auch das, was zwischen den Zeilen steht. Genau da liegt der eigentliche Wert.
Worauf wir setzen
Deshalb sind wir mit voller Überzeugung für die Zweisprachigkeit. Sie hat uns geschäftlich nach vorne gebracht und uns als Menschen reicher gemacht. Für uns drei war die Sprachgrenze nie eine Mauer. Sie war immer eine Brücke. Und auf dieser Brücke steht heute unsere ganze Firma.



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